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Profil und Ziele

Die gegenwärtige Beschreibung von Gesellschaften als Wissensgesellschaften fokussiert zentrale Phänomene: die zunehmende Wissenschaftsbasierung der Wirtschaft (knowledge based economy) einerseits und die Grundlegung politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen auf wissenschaftlichen Expertisen andererseits. Gleichzeitig wandeln sich Bildungs- und Erwerbsverläufe, woraus ein grundlegender Wandel der Sozialstruktur folgt. Für die Sozialwissenschaften, speziell für die Soziologie, ergeben sich hieraus theoretisch-konzeptionelle Herausforderungen sowie empirisch-praktische Forschungsfragen. Der Masterstudiengang Wissenschaft und Gesellschaft betrachtet die Wissensgesellschaft insbesondere unter zwei Gesichtspunkten:

  • im Hinblick auf die Sozialstruktur liegt der Schwerpunkt des Studiengangs auf der Auseinandersetzung mit Bildungs- und Erwerbsläufen;
  • im Hinblick auf die Wissenschaft untersucht der Studiengang die Wandlungsprozesse in diesem sozialen Feld – und zwar sowohl bezüglich des öffentlichen Wissenschaftssystems und der privat-finanzierten Wissenschaftseinrichtungen als auch im Hinblick auf hybride Formen der Wissensproduktion.

Der Studiengang ist interdisziplinär angelegt und baut auf der Fachkompetenz verschiedener Disziplinen auf. Das Institut für Soziologie, das Institut für Politische Wissenschaft, der Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Schwerpunkt Völker- und Europarecht, der Lehrstuhl für Zivilrecht, IT-Recht u./o. Immaterialgüterrecht, das Institut für Sozialpolitik, das Institut für Arbeitsökonomik, das Institut für Philosophie und das Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research (QUEST) haben ihre jeweilige Fachkompetenz gebündelt.

Der Studiengang wird in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) durchgeführt. Er zeichnet sich durch Forschungsorientierung, methodische und theoretische Fundierung aus. Die in den Modulen erworbenen theoretischen und methodischen Kompetenzen wenden die Studierenden in einem umfangreichen Projektmodul an, um sie in der (Forschungs-)Praxis zu vertiefen. Dafür wurde ein Netz von Praxispartnern aufgebaut, bei denen die Studierenden ihr Projektstudium durchführen können. Auf diese Weise lernen sie bereits während des Studiums zukünftige Berufsfelder persönlich kennen, was wesentlich zur Erhöhung ihrer Berufsbefähigung (employability) beiträgt.